Stromverbrauch bei Bergbahnen

Bergbahnen sind ein Wirtschaftsunternehmen wie etwa Restaurants oder Freizeitparks. Sie müssen Steuern bezahlen, Löhne und Gehälter und die Lohnnebenkosten wie Krankenkasse und Altersvorsorge. Auch die steigenden Energiepreise haben Einfluss auf die Kostenentwicklungen. Durch die steigenden Touristenzahlen, die die Angebote der Bergbahnen nutzen, sind nicht nur die Einnahmen derselben gestiegen, sondern auch der Energieverbrauch. In den letzten zehn Jahren stieg der Energieverbrauch um 44% allein bei Schweizer Bergbahnen, in Deutschland und Österreich sieht die Entwicklung ähnlich aus. Damit sind aber die Kosten nicht ebenfalls um 44 % gestiegen, denn der Ölpreis ist seit 2001 um das dreifache erhöht worden.

Die Tendenz ist weiter ansteigend, Prognosen sagen einen Mehrverbrauch an Energie im Jahr 2030 von 40 % voraus, der Mehrverbrauch an Strom wird mit etwa 75 % prognostiziert. Somit lässt sich mit einiger Sicherheit ein weiteres Ansteigen der Energie- und Strompreise voraussagen. Bergbahnen sind somit in einem Dilemma. Sie müssen Spitzenpreise für Strom zahlen, können wenig dabei sparen, da die höchsten Verbrauchszahlen auf das ganze Jahr angerechnet werden. Wenn diese Erhöhungen der Strompreise 1:1 an den Kunden weitergegeben werden, sind diese bald nicht mehr dazu bereit, die Transportkosten zu zahlen. Clevere und vorausschauende Bergbahnbetreiber sind nun dazu übergegangen, vermehrt erneuerbare Energien wie Sonne und Wind zu verwenden. Mit Sonnenenergie lassen sich einzelne Berglifts betreiben, dabei lässt sich bis zu 15% Energie einsparen. Vom Totalverbrauch der Bergbahnunternehmen fallen etwa 55 % auf den Transport und nur 13 % auf andere Leistungen ab. Auch kann bei einer Solarenergie Herstellung 70% mehr Strom als nötig hergestellt werden. Allerdings sind die Erschließungskosten für die Anlagen relativ hoch, in den Bergen steht der Landschaftsschutz an erster Stelle.  Aber der Imageschub würde dies wieder wettmachen, pro-Umwelt ist heute wie nie angesagt, und die Strompreise werden nicht mehr fallen, nie wieder, wer jetzt an die Zukunft denkt ist später ganz vorne mit dabei.

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